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Eigentlich müsste man ja der Meinung sein, dass in einer modernen Gesellschaft auch ein moderner Umgang mit familiären Problemen möglich sein müsste, wenn Eltern um das Sorge- oder Umgangsrecht vor Gericht streiten. Leider ist dies bis heute nicht der Fall und so ist die Initiative in Cochem in meinen Augen begrüßenswert. Dort sind die Richter angehalten die Eltern grob gesagt zu einer außergerichtlichen Einigung zu zwingen, die dann anschließend durch ein Gerichtsurteil bestätigt wird. Entzieht sich ein Elternteil den Maßnahmen, nimmt an gemeinsamen Mediationen nicht teil, so verliert er seine Rechte.

Grundsätzlich ist die Idee, durch familientherapeutische Maßnahmen und durch Konfliktmanagement, die Eltern dazu zu zwingen, sich zu bewegen und sich aktiv mit der Problematik auseinander zu setzen, ein Schritt in die richtige Richtung, doch weigern sich bisher andere Gerichte das Modell zu übernehmen, da es wohl in der Umsetzung noch nicht ausgereift ist. Ich finde es eine Schande, dass mal wieder in Deutschland moderne Maßnahmen von unseren Blockieren und Bremsern gestoppt werden, da ihr Gehirnschmalz nicht ausreicht, um mal über ihren juristischen Tellerrand hinauszublicken. Schade eigentlich, dass im Land der Dichter und Denker so viele Leichtgewichte in Amt und Würden sind. Wir könnten schon viel weiter sein, wenn zur Ausübung eines Berufes nicht nur Wissen sondern auch Intelligenz von Nöten wären.

So warten die Kinder in Deutschland weiter darauf, dass jemand sie und ihre Sorgen wahrnimmt – in Zeiten der Finanzkrise ein frommer Wunsch – jetzt geht es um Wichtigeres, als um leidende Kinder. Wir müssen unsere Pfründe sichern, das hat Vorrang.

Jetzt wird mein Kampf um eine Besuchsregelung langsam auch für die Öffentlichkeit interessant. Der bekannte rumänische Fernsehsender Antena 1 hat zum Interview geladen. Natürlich bringt mir das nichts für ein Gerichtsverfahren, aber etwas Öffentlichkeit kann nie schaden, wenn man sich zu benehmen weiß.

Ich wurde zusammen mit meiner Ex-Frau in ein Studio eingeladen und wir hatten etwa 20 Minuten die Gelegenheit, unsere unterschiedlichen Sichtweisen darzustellen. Die Sendung wurde live im rumänischen Fernsehen ausgestrahlt und ich war entsprechend nervös, schließlich lerne ich die Sprache erst seit gut einem Jahr. Im Vorspann wurde den Zuschauern erklärt, worum es geht und dass ich der Meinung sei, meine Ex würde nur aus Eifersucht das Kind wegsperren. Sie hat dann ziemlichen Unfug von sich gegeben, der mit dem Thema nicht wirklich was zu tun hatte und ich musste sie erstmal wieder zurück holen und erklären, dass wir uns hier über ein Kind unterhalten und nicht darüber, wie der Sex in der Ehe war.

Die Reaktionen auf meinen Auftritt waren durchweg positiv, es gab Lob von allen Seiten und der Moderator lud mich ein, nach Abschluss der Gerichtsverfahren wieder zu kommen ud zu berichten, ob sich die Mutter an die Gerichtsurteile hält. Inzwischen habe ich nämlich eine Berufungsverhandlung gewonnen und das Recht bekommen, meine Sohn jedes zweite Wochenende zu mir zu nehmen. Seit 2 Monaten warte ich jetzt, dass das Urteil rechtsgültig wird, aber dazu muss es geschrieben und zugestellt werden und hier malen die Mühlen der Schreibstuben langsam. Es sind schließlich alles Frauen, die ihren ganz privaten Beitrag zur Sabotage der Väter leisten. Ich war nie ein Frauenhasser, ja sogar eher ein Frauenversteher, aber es gibt einige Exemplare dieser Gattung, die das Stadium des geistigen Neandertalers noch nicht verlassen haben. Leider treffe ich in den letzten Jahren vermehrt auf diese unterbelichete Spezies.

Ja, wer sagt es denn, die Berufungsverhandlung hat mir doch tatsächlich nach 9 Monaten ein normalen Umgang mit meinem Sohn ermöglicht. Jedes zweite Wochenende darf er von Freitag 18.00 Uhr bis Sonntag 18.00 Uhr zu mir zu Besuch. So lautet jedenfalls das Gerichtsurteil, was die Mutter aber nicht interessiert – natürlich hält sie die Termine nicht ein. Wie wertvoll und gleichzeitig wertlos kann doch so ein Stück Papier sein, geschrieben im Namen des Volkes. Es gibt hier die Möglichkeit einen Gerichtsvollzieher zu schicken, der die Einhaltungs des Urteils prüft und Zwangsgelder in beträchtlicher Höhe erlassen kann. Doch was macht man, wenn die Mutter das Kind manipuliert hat? Auch wenn ein Kind erst 3 Jahre alt ist, dann kann eine Weigerung den Vater zu besuchen juristisch wirksam werden. Natürlich weiß jeder, dass ein Kind, das ein gutes und liebevolles Verhältnis zum Vater pflegt, keinen schwerwiegenden Grund haben kann, ihn nicht auch zu besuchen. Seine Weigerung kann also ausschließlich durch Manipulation durch die Mutter entstanden sein. Doch wie reagiert man nun. Wie will man verhindern, das Mütter ihre Kinder gegen den Vater aufhetzen und eine vermeintliche Allianz gegen den Vater schmieden. Unter vier Augen hat mir mein Sohn bestätigt, dass ihm seine Mutter beigebracht hat zu sagen, er möchte mich nicht besuchen gehen, doch hilft mir das nicht, denn vor Zeugen wird er zu schüchtern sein, das zu wiederholen.

Meine Aufgabe wird es nun sein, mit allen Mitteln die Gehirnwäsche rückgängig zu machen, die ihm verpasst wurde, doch ich weiß aus anderen Fällen, das dies äußerst schwierig ist. Kinder machen fast immer den Elternteil für ihr Unglück verantwortlich, mit dem sie nicht zusammen leben. Dazu kommt noch, dass die Mütter natürlich zeitlich im Vorteil sind.  Sie sitzen einfach am längeren Hebel und es wird nun eine jahrelange Arbeit auf mich zukommen, dem entgegenzuwirken. Manipulierte Kinder werden dem Vater gegenüber oft agressiv, sie leiden, wenn der Vater nach den Besuchen geht und machen ihn dafür verantwortlich und sie haben Verlustängste. Sie haben die Angst auch noch die Mutter zu verlieren und werden ihr hörig. Eine normale Entwicklung ist hier schon lange nicht mehr möglich, man kann nur versuchen den Schaden zu begrenzen.

Meine Erfolgsgeschichte vor Gericht fing damit an, dass ich erst mal meine Anwältin austauschen musste, weil sie mir Unfug erzählt hatte. Nach der ersten Verhandlung riet sie mir unbedingt Zeugen zu besorgen, die mein gutes Verhältnis zum Kind bestätigen können. Gesagt, getan, ich hatte meine Zeugen, habe sie mit Einladungen zum Essen bei Laune gehalten, weil es für einen Rumänen nichts Selbstverständliches ist vor Gericht auszusagen. Als der Prozess näher rückte und meine Anwältin keinerlei weitere Vorbereitungen traf, wurde ich misstrauisch und beauftragte einen anderen Anwalt die Akten einzusehen. Ich habe nicht schlecht gestaunt, als dieser mir berichtete, dass für den Prozeß gar keine Zeugen zugelassen sind. Dieses kleine Miststück, ich entschuldige mich für den Ausdruck, wollte mich eiskalt auflaufen lassen und hat mit der Gegenseite gemeinsame Sache gemacht. Da man in Rumänien die Anwälte bezahlen muss, bevor sie einen Stift in die Hand nehmen, war mein Geld natürlich weg und ich durfte mir einen neuen Anwalt besorgen und erneut bezahlen.

Um die zu erwartende Verzögerungstaktik der Mutter zu umgehen haben wir nach 3 Monaten Wartezeit auch gleich noch ein Eilerfahren eröffnet. Die erste Verhandlung fand ohne mich statt, weil ich nicht in der Stadt war und der zweite und letzte Termin wurde für 6 Wochen später angesetzt. Wir haben Einspruch erhoben, weil 6 Wochen für ein Eilverfahren zu lange sind und haben Recht bekommen, der Termin wurde vorverlegt. Anlässlich dieser Geschichte hatte ich mit meinem Anwalt ein 6-Augen-Gespräch mit der Richterin, die mir riet auf einen Übersetzer zu verzichten. Sie hätte verstanden dass die Mutter nur Rache üben und den Prozess in die Länge ziehen will. Würden wir ohne Übersetzer kommen, würde alles viel schneller gehen. Das Urteil der Verhandlung: „Es besteht kein Anlass zu einem Eilverfahren, da die Mutter behauptet, ich könne das Kind ja jederzeit sehen“ Ein Besuchprogramm wurde nicht vereinbart. Nach diesem Urteil hat die Mutter natürlich eine noch größere Klappe und schikaniert mich noch mehr.

Nachdem ich vorgestern, nach langem Kampf, endlich wenigstens so etwas wie einen Etappensieg im Kampf für meinen Sohn feiern konnte, geht es mir etwas besser. Ein Besuchsrecht zu einer Tageszeit, wo weder die Mutter noch ich Zeit haben ist so absurd, dass mir wohl die nächste Instanz Recht geben wird, wenn ich behaupte, dass die Richterin betrunken gewesen sein muss. Trotz allem bedanke ich mich bei dieser Witzfigur, denn sie hat mir meinen Humor zurückgegeben. Bisher habe ich den Kampf mit aller Verbissenheit geführt, doch wenn man sieht, dass europäische Gerichte Urteile fällen, deren Einhaltung schlicht unmöglich ist, dann bleibt mir nichts anderes übrig, als selber von jetzt an mit etwas mehr Galgenhumor anzutreten.

Liebe Leser,

ich bin Deutscher und lebe seit 14 Monaten in Bukarest, weil meine rumänische Ex-Frau mit unserem Kind (Junge, 3 1/2 Jahre) von Berlin ohne mein Einverständnis hierher gezogen ist. Sie hat vom Bezirksamt in Berlin einen Reisepass für das Kind ohne meine Zustimmung bekommen – also illegal - und ist damit später ausgereist. Ich bin hinterher und lebe seit dem in Bukarest. Sie hat sich inzwischen scheiden lassen und verweigert mir einen normalen Umgang mit dem Kind , da sie bei der Scheidung das alleinige Sorgerecht bekommen hat. Ich klage seit dem erfolglos auf ein Besuchsrecht für meinem Sohn, habe inzwischen auf abenteurliche Weise zwei Gerichtsverfahren verloren. Hier herrschen in Rumänien offensichtlich noch mittelalterliche Zustände, wo sowohl rumänisches als auch europäisches Recht gebeugt wird. Ich habe z.B. einen Übersetzer beantragt, der zu keinem der Verfahren erschienen ist. Das Gericht hat dann einfach die Angeklagte, also meine Ex-Frau, zum Übersetzer gemacht. Während der Gerichtsverhandlung hat sich meine Ex-Schwiegermutter aktiv eingemischt, obwohl sie nicht als Zeugin oder in einer anderen Funktion zugelassen war. Die Richterin hat das nicht unterbunden, sondern beeindruckt zugehört. Ich hatte keine Erlaubnis Zeugen zu bringen. Inzwischen habe ich ein Besuchrecht in Gegenwart der Mutter bekommen, dessen Zeit (Mittwoch und Samstag 9.00 – 13.00 Uhr) sowohl in die Arbeitszeit der Mutter als auch meine Arbeitszeit fällt. Diese Geschichte ist keine Phantasie, sondern alles mit Akten belegbar. Ich weiß nicht, ob Sie Interesse an dieser Geschichte haben oder mir vielleicht sogar helfen können, aber ich werde in jedem Fall für meinen Sohn weiter kämpfen und wenn es den Rest meines Lebens ins Anspruch nimmt. Die Gerichte in Europa respektieren die Rechte der Kinder nicht, egal ob in Deutschland, Österreich oder Rumänien, sondern lassen die Zeit für die Mütter spielen. Es gibt Fälle, in denen Mütter das Sorgerecht bekommen haben, obwohl sie voher nachweislich das Kind entführt haben. Väter sind zu Geld- und Samenspender geworden.